Eine blau-weiß-gestreifte Flagge, auf der ein Davidstern in blauer Farbe hinterlegt ist.

Informationen und Beratungsangebote

Hier erhalten Sie Informationen zum Nahostkonflikt sowie Hinweise auf Hilfs- und Beratungsangebote zum Umgang mit dem Nahostkonflikt und Antisemitismus bzw. israelbezogenem Antisemitismus. Darüber hinaus werden Projekte und Ausstellungen im Kontext Antisemitismusprävention und zur Stärkung jüdischen Lebens in Hessen vorgestellt.

Die schrecklichen Angriffe der Hamas auf Israel machen fassungslos. Die Bilder und Nachrichten, die uns von dort erreichen, sind schwer zu ertragen und sorgen auch bei uns für Diskussionen und für Konflikte. Dabei muss unmissverständlich klar sein: Es gibt in unserer Gesellschaft keinen Platz für Antisemitismus und für Israelhass. Die Achtung der Menschenwürde ist ein unabänderliches oberstes Wertprinzip unserer freiheitlichen Gesellschaft. Zu den Prinzipien unserer Gesellschaft gehören selbstverständlich auch Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Diese haben aber ihre Grenze, wenn Gewalt verherrlicht oder Volksverhetzung propagiert wird.

Sind Sie auf der Suche nach Hilfs- und Beratungsangeboten oder anderen präventiven Maßnahmen zum Umgang mit dem Nahostkonflikt und mit Antisemitismus bzw. israelbezogenem Antisemitismus? Auf dieser Seite finden Sie eine Vielzahl an entsprechenden Angeboten.

Anfang November 2023 verkündete die islamistische Gruppierung „Realität Islam“ (RI) über Social Media den Start ihrer neuen - seitens des LfV Hessen als antisemitisch bewerteten - Kampagne „Wärst du bereit, für ‚Israel‘ zu sterben?“, die in Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt steht und sich erstmals an die „Mehrheitsgesellschaft“ wendet.

Hilfs-/Beratungsangebote

OFEK HessenÖffnet sich in einem neuen Fenster berät Personen, ihre Familien und Angehörigen sowie Zeugen antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in der Schule, im Studium, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im persönlichen Umfeld, im Internet oder in Behörden.

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen)Öffnet sich in einem neuen Fenster nimmt unter anderem über ein Online-Meldeformular landesweit antisemitische Vorfälle auf und dokumentiert sie. RIAS Hessen ist eine erste Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige, Freunde sowie Bekannte von Betroffenen als auch für Zeugen und Personen, die anderweitig von antisemitischen Vorfällen Kenntnis erlangt haben.

Projekte

Angebot insbesondere für Kassel und Umgebung

Der Zielgruppe von Schülerinnen und Schülern und jungen Erwachsenen werden Lerninhalte in Form von Workshops und Führungen an einem außerschulischen Lernort angeboten. Die Themen sind „Jüdisches Leben gestern und heute“, steigender Antisemitismus und deren Prävention (Workshop: Ist „Jude“ ein Schimpfwort?) sowie Herausforderungen des Lebens in einer multikulturellen Gesellschaft (interkultureller musikalischer Workshop: „Selam&Shalom“). 

Angebot insbesondere für Gießen und Umgebung

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Durchführung von Multiplikatorinnen- und Multiplikatoren-Workshops (Lehrkräfte, in Vereinen ehrenamtlich Tätige, in der Jugendarbeit Tätige, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden) im Kontext Antisemitismusprävention.

Angebot insbesondere für Wiesbaden und Umgebung

Das Projekt sieht die Entwicklung und Erprobung einer modellhaften Projektwoche für Schulen vor. Die Projektwoche wird darauf zielen, junge Menschen für antisemitische Narrative zu sensibilisieren, sie in ihrer Medienkompetenzentwicklung zu unterstützen und ihre Debatten- und Diskussionskultur in einem demokratiefördernden Sinne zu begleiten. Jugendliche sollen lernen, Antisemitismus zu erkennen, zu analysieren und gesellschaftlich einzuordnen. Sie werden die Dynamiken des online vermittelten Antisemitismus erfahren und Handlungskompetenzen für den Umgang mit ebendiesem entwickeln.

Landesweites Angebot

Das Projekt setzt Bildungsangebote im Bereich Antisemitismus für Jugendliche ab der 9. Klasse um. Es geht darum, Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren, über die verschiedenen Ebenen und Erscheinungsformen von Antisemitismus aufzuklären und zum couragierten Handeln gegen antisemitische Diskriminierung zu ermutigen. 

Angebot insbesondere für Mittelhessen und das Rhein-Main-Gebiet

Im Projekt treten Jugendliche mit anderen Jugendlichen in Dialog und sprechen mit theaterpädagogischen Elementen über Rassismus und Antisemitismus. Der Peer-to-Peer-Ansatz ist dabei nicht zu unterschätzen. Denn komplexe Themen lernen Jugendliche am besten von Gleichaltrigen und treten auch eher mit diesen in einen offenen Dialog. Darüber hinaus sollen Lehrkräfte mit zusätzlichen pädagogischen Möglichkeiten zur Weiterführung der in der Aufführung dargestellten Thematiken unterstützt werden.

Landesweites Angebot

KOMPAS verfolgt das Ziel, eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit aktuellen Formen des Antisemitismus zu fördern und die Antisemitismusbekämpfung als eine Aufgabe in der Gesamtgesellschaft zu etablieren. Dabei sollen im Austausch von Wissenschaft und Praxis Strategien und Methoden der Bildungsarbeit zum Umgang mit spezifischen Formen von Antisemitismus entwickelt und bundesweit jedoch in Kooperation mit regionalen Akteurinnen und Akteuren implementiert werden. 

Insbesondere für Frankfurt und Umgebung

Das Projekt bietet ein niedrigschwelliges Bildungsprogramm zur antisemitismuskritischen Primärprävention durch Aufklärung und Empowerment für Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen an.

Insbesondere für Frankfurt und Umgebung

Der Schattentheaterworkshop basiert auf der didaktisch-pädagogischen Grundlage der Selbsterfahrbarkeit. Er lädt Kinder auf spielerische und zugleich kreative Weise ein, sowohl neues Wissen über die monotheistischen Religionen zu erwerben als auch Schlüsselkompetenzen in interkultureller und interreligiöser Kommunikation zu stärken. 

Ausstellungen

Eine virtuelle Ausstellung für Demokratie und gegen Antisemitismus als Präventionsangebot. Es vermitteln sechs Ausstellungsräume Grundlagenwissen über die Anfänge und Traditionen des Judentums. Sie geben Einblicke in die Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in Hessen, erklären aber auch die Formen des Antisemitismus – vom Antijudaismus bis hin zum israelbezogenen Antisemitismus.

Die Ausstellung "Judentum digital" soll einerseits einen niedrigschwelligen Zugang zu Wissen ermöglichen und damit ersten Vorurteilen präventiv begegnen. Andererseits sollen interessierte Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit haben an Begegnungsformaten teilzuhaben und so ein tieferes Verständnis für das friedliche Zusammenleben in der demokratischen Vielfaltsgesellschaft zu entwickeln.

Das Kennenlernen der jüdischen Lebenswelten trägt zu einem normalisierten Umgang mit dem Judentum bei. Gleichsam stärken die Begegnungsformate eine wehrhafte Zivilgesellschaft.

Im Rahmen des Projekts wurden unter anderem zwei interaktive 3-D-Interviews zu den Erfahrungen antisemitischer Verfolgung sowie des Exils nach 1933 erstellt. Das interaktive Zeitzeugnis ist Teil des Dimensions in TestimonySM Programmes der USC Shoah Foundation und wurde mit dem Ziel entwickelt, dass die Geschichten der Zeitzeugen und Zeitzeuginnen der Shoah auch künftige Generationen erreichen. Mit eigens dafür aufgezeichneten Interviews ermöglicht Dimensions in TestimonySM, mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen in eine Frage-Antwort-Interaktion zu treten. Diese Interaktivität ist ein integraler Bestandteil der Erfahrung von Dimensions in TestimonySM, denn die Aussage der Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wird erst dann aktiviert, wenn zuvor eine Frage gestellt wurde. Dimensions in TestimonySM ist das weltweit erste Projekt dieser Art.

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